platforma 11

Platforma11 ist ein interdisziplinäres Projekt in Leipzig und Markkleeberg welches im September 2011 stattfand. Ziel der internationalen Werkstatt-, Netzwerk- und Ausstellungswoche war eine offene Auseinandersetzung mit den Themen Kunst, Politik und Bildung, sowie deren Beziehung zueinander.
In Arbeitsgruppen, Diskussionsveranstaltungen, Ausstellungen, Performances und Interventionen setzen sich über 50 geladene Kunst- und Kulturschaffende, politische BildnerInnen und AktivistInnen sowie andere interessierte junge Menschen aus Deutschland, Ost- und Westeuropa, Russland, Ägypten und Israel mit den Möglichkeiten der Verhältnissetzung von Kunst/Kultur und politischer Bildung auseinander. Dabei war die Struktur des Projektes als “Offener Prozess“ konzipiert und ließ somit viel Raum für verschiedene Inputs und Experimente. Das Projekt dient auch als Ausgangspunkt für eine weitere praxisorientierte Zusammenarbeit der eingeladenen Teilnehmer.

Living on the edge

Die Arbeitsgruppe in der ich einen Großteil des Projektes aktiv war, beschäftigte sich mit kultureller Vielfalt, suburbaner Regionen um Leipzig. Dabei arbeitete unsere Gruppe mit lokalen Jugendlichen eines Jugendclubs in Markkleeberg zusammen. Ziel dieser Arbeitsgruppe war es verschiedene Kommunikationstools und Konzepte zu entwickeln. Wie kann man als Aussenstehender in einer Kleinstadt kulturell aktiv werden? Welche Potentiale bietet diese Umgebung? Dies waren zentrale Fragen mit denen wir uns auseinandergesetzt haben, dabei lag der Fokus auf einen kollektiven Arbeitsprozess.
Neben Interviews in Schulen und Jugendclubs entstanden so mehrere Interventionen im öffentlichen Raum und ein umfangreiches Mappingprojekt. Alle dieses Aktivitäten wurden auf einem Blog1 zusammengefasst und stehen online weiter zur Verfügung. Da die Zeit der “platforma 11“ auf eine Woche begrenzt war, dokumentieren die verschiedenen Projekte einen Ausgangspunkt für weitere Projekte und liefern eine wichtige Grundlage für eine sozial engagierte künstlerische Praxis.